5 Wege, wie Du Deinem Kind Englisch näher bringen kannst

5 Wege, wie Du Deinem Kind Englisch näher bringen kannst

In unserem Traineralltag fragen uns Eltern immer wieder, was sie neben dem Englischunterricht bei uns und den Materialien für zu Hause noch tun können, damit ihre Kinder einen spielerischen Zugang zu der englischen Sprache finden.
Nun, dieser Artikel soll mal etwas Inspiration liefern. Wir haben die Ideen nicht auf pädagogische Weisheiten oder ähnliches abgeklopft, sondern auf Erfahrung und Praxistauglichkeit gesetzt. Außerdem sind nicht alle Tipps für alle Altersklassen zu gebrauchen. Es geht schließlich nur um ein paar Ideen.

1.Lieblingsserie in Englisch5 Wege, wie Du Deinem Kind Englisch näher bringen kannst

Wir alle wissen, dass unsere Kinder tendenziell zu viel Fernsehen. Außerdem haben die meisten schon eine Lieblingsserie (Mike der Ritter, Ninja Turtles, Barbie, Kung Fu Panda, usw.). Diese 2 Umstände kann man sich auch zu nutze machen. Lasst Eure Kinder die Serien auf Englisch sehen. Sehr viel, was man zum Englisch lernen braucht, kann das Fernsehen bieten. Im Bereich Hören sind es unterschiedliche Stimmen, Betonungen und Worte, die für Lerneffekt sorgen. Zusätzlich hat man einen visuellen Abgleich, sodass häufig keine Übersetzung notwendig ist. Man kann sehen, was passiert und verknüpft die englischen Worte mit den Handlungen. Nimmt man zudem eine bekannte Folge, baut man automatisch auf vorhandenem Wissen auf.
Die Kernfrage ist jedoch, wie kriege ich mein Kind dazu, das ganze auf Englisch zu sehen. Die praktikabelste Antwort: Überlisten. Wenn man eine Situation schafft, in der Kinder die Wahl haben zwischen englischem Fernsehen oder einer Alternative ohne Fernsehen, werden viele gern zur englischen Sprache greifen. Beispiele sind: auf der Autofahrt nur die englischen Filme auf youtube oder DVD anzumachen; neue DVDs ohne deutsch zu kaufen bzw. nur it englischer Option ins Familienleben einführen; „deutscher Sender ist kaputt“ und so weiter…

5 Wege, wie Du Deinem Kind Englisch näher bringen kannst2. Englische Gute-Nacht-Geschichten mit Bildern

Comics bieten sich an, da hier wieder eine Menge Bilder vorhanden sind, die die Englische Sprache unterstützen. Mit dem Vorlesen von englischen Gute-Nacht-Geschichten schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man hat Qualitätszeit mit seinen Kindern. Man kann es zu einem Ritual machen, eine halbe Stunde Englisch zu sprechen jeden Abend. Was Kindern sehr entgegen kommt. Und es fördert die eigenen Kenntnisse, die man aus dem Englischunterricht und dem weiteren Leben noch hat.
Zugegeben, das ist schwieriger umzusetzen, aber kann durchaus wesentlich fruchtbarer sein. Die meisten Eltern scheuen sich davor, weil sie ihre eigenen Englischkenntnisse nicht für ausreichend halten. Kleiner Hinweis: Kinder lieben einen trotzdem und wissen noch nicht wie es 100%ig richtig ist. 85% bringen jemanden der von Null kommt aber schon weiter.

3. Computerspiele in Englisch kaufen

Das nächste Weihnachtsgeschenk für den (werdenden) Teenager ist schon geplant und gehört in die Kategorie „digitales Amüsement“? Dann einfach die häufig englisch sprachigen Originale besorgen. Man muss sich zwar zu den richtigen Amazon- & Ebay-Händlern durchschlagen, aber den Kids macht es hinterher nach unseren Erfahrungen nichts aus. Spiele wie Minecraft sind eh auf Englisch und unsere Jugend ist viel eher an den Umgang mit dieser Sprache gewöhnt als wir es im selben Alter waren.

4. Englisch-Vokabel-Wettspiele

Wir durften eine Mutter kennen lernen, die mit ihrer Tochter munteres Englisch-Vokabeln erinnern gespielt hat. Die Idee: Man nimmt ein Thema und merkt sich 10 Vokabeln drumherum, zum Beispiel Farben, Tiere, Küche, Früchte, Sport und ähnliches. Wer dann nach 15 Minuten noch die meisten kennt, hat gewonnen. Wir kennen natürlich auch die Tochter (5 Jahre) dazu und wissen, dass sie begeistert war.

5. Post-its mit englischen Worten5 Wege, wie Du Deinem Kind Englisch näher bringen kannst

Das klappt natürlich eher mit Teenagern. Man nehme einen Stapel gelbe Post-it-Zettel und schreibe (gut leserlich) die englischen Worte für Haushaltsgegenstände darauf. Schrank, Tür, Fernseher, Teppich, Zahnbürste und so weiter. Dann klebt man sie passend auf und zwar so, dass man sie sieht, wenn man den Gegenstand benutzt. Nach etwa zwei Wochen, kann man in der Regel ungefähr 50% bis 60% der englischen Worte aus dem Kopf wiedergeben. Diese Möglichkeit steht leider nur der lesenden Bevölkerung zur Verfügung ist aber ein eleganter Weg, ohne zu Pauken englisches Vokabelwissen aufzubauen.

Zum Unterricht
Eine kleine Bemerkung am Ende

Diese „Lernspielereien“ ersetzen natürlich keine anhaltende Beschäftigung mit der englischen Sprache. Englischunterricht ist damit nicht zu ersetzen. Es ist lediglich eine Ergänzung, damit man noch mehr Input erzeugen kann, der das bereits Gelernte festigt und neues Verständnis der englischen Sprache aufbaut, wie es im Unterricht selten möglich ist. Das heißt nicht, dass der eine Weg besser ist als der andere. Vielmehr führen beide schneller zum Ziel.